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Eindrücke aus dem Schulleben der Viktor-Frankl-Schule - Junge an der Kletterwand, Winterimpressionen, Kinder auf dem Schulhof und das Schulgebäude

Pflege

Die Schulpflicht bedeutet für schwer behinderte und chronisch kranke Kinder und Jugendliche oft erschwerte Bedingungen für die Teilnahme am Unterricht. Häufig sind pflegerische Maßnahmen notwendig, die nur examinierte Plegekräfte leisten dürfen. Zur Zeit integrieren 5 examinierte Krankenschwestern die Pflege in den Schulalltag.

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Pflege in der Schule beinhaltet:

  • PEG-Betreuung
  • Katheterisieren und Anleitung zum Selbstkatheterismus (ISK)
    • zusammen mit dem Schüler/ der Schülerin und den Eltern werden geeignete Techniken erarbeitet und eine individuelle Hilfsmittelauswahl ermöglicht.
  • Inhalationen und Inhalationstechniken
  • Medikamentengabe und Kontrolle
  • Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit chronischen Erkrankungen, wie zB Diabetes oder Mucoviscidose
  • Erste Hilfe bei Unfällen, Krampfanfällen und ggfs. Begleitung ins Krankenhaus
  • Durchführung von Toilettengängen, die behinderungsbedingt eine spezielle Handhabung erfordern
  • Dekubitusprophylaxe und behinderungsspezifische Lagerung
  • Mitarbeit im interdisziplinären Förderteam
  • Mitarbeit an den Förderplänen
  • Unterstützung und Betreuung pflegebedürftiger Schüler und Schülerinnen im Unterricht und bei der Nahrungsaufnahme
  • Begleitung von Klassenfahrten, Tagesausflügen und externen Projekten, um pflegebedürftigen Schülern und Schülerinnen die Teilnahme zu ermöglichen.
  • Kontakt zu behandelnden Ärzten, Kliniken, familienunterstützenden Institutionen und Selbsthilfevereinen.

Im Rahmen der motorischen Fähigkeiten der Schüler und Schülerinnen praktizieren wir die "aktivierende Pflege".Das bedeutet erst einmal folgende Fragestellungen:

  • Wir groß ist die Selbstpflegefähigkeit des Schülers/der Schülerin?
  • Welche Hilfestellung braucht der Schüler/die Schülerin wirklich?

Aktivierende Pflege ist die Forderung nach Selbstständigkeit mit dem Ziel einer weitgehenden Unabhängigkeit im Rahmen der individuellen Fähigkeiten. Dies möchten wir erreichen durch:

  • Beratung, Anleitung und Unterstützung
  • Aufzeigen von Ressourcen und diese dem Schüler/der Schülerin bewusst zu machen
  • Förderung der Ressourcen
  • Vermittlung von Erfahrungen
  • Beobachtung und Korrektur des Prozesses
  • Förderung und Vermittlung eines positiven Selbstwertgefühls

Aktivierende Pflege ist wesentlich zeitaufwändiger als kompensierende Pflege, wenn aber z.B. eine Schülerin zum ersten Mal bei ihrer Freundin übernachten darf, weil sie gelernt hat, die hygienische Selbstkatheterisierung durchzuführen, so hat sich der Weg gelohnt.

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